Ehemalige Mitglieder

 
 
 
 

Bettine Reichelt

Geboren im Vogtland, Jahrgang 1967, Sprachspezialklasse, 1986 Abitur, nachfolgend Theologiestudium und Vorbereitungsdienst in der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens. Heirat und die Geburt zweier Kinder. Ausbildung 1992 mit dem ersten und 1996 mit dem zweiten Examen beendet.

Ab Januar 1997 Pfarrerin z. A. in Regis-Breitingen bei Leipzig. Während dieser Zeit kam es zur Zusammenarbeit mit dem Thomas Verlag in Leipzig, aus der der Geschenkbildband „Jegliches hat seine Zeit“ hervorging. Nach dem Ausscheiden aus dem aktiven kirchlichen Dienst nebenberuflich für die Evangelische Verlagsanstalt Leipzig gearbeitet, 2001 eine Teilanstellung als Gemeindepädagogin und Veröffentlichung von Gedichten, Prosa und Buchbesprechungen in der Leipziger Straßenzeitung „Kippe“.

Sie veröffentlicht in den Bereichen Geschenkbuch und spirituelles Sachbuch, Biographie, Lyrik und Krimi. Aus den Projekten entstand die Zusammenarbeit mit Künstlern verschiedenster Genres, wie Simone Weißenfels, Andreas Scotty Böttcher, Wolfram Dix und Fabian Haas.

 

Mehr unter www.bettine-reichelt.de und http://bettinereichelt.wordpress.com

 

Hannelore Crostewitz (verstorben)

(1955–2022)

Geboren in Lutherstadt Wittenberg – Schauwerbegestalterin – verheiratet, 2 Kinder. Erste Gedanken um das eigene Schreiben schon als Kind, erste literarische Veröffentlichungen in den 1990er-Jahren; Lyrik, Porträts, Kurzprosa. VHS-Kurse unter Dr. Christel Hartinger, seit 2004 Leiterin der Textwerkstatt des DIALOG e.V. in Leipzig, seit 2005 freiberuflich als Autorin, Lektorin, Redakteurin tätig. Mitglied im Freien Deutschen Autorenverband Sachsen, im Schillerverein Leipzig e. V., in der Gesellschaft für zeitgenössische Lyrik und Vorsitzende des DIALOG e.V. Schwerpunkte: Lyrik und Biografie

 
Hannelore war unsere Fachfrau für Lyrik, als Lektorin und als Autorin. Drei feine, mit Liebe gestaltete Bücher liegen vor uns: „das gewisse etwas. gedichte und sprüche zum leben“, „Was zu sagen ist. Kleine Philosophie über das Heute“ und „Die Politesse vom Ländchen. Bänkel und andere Gesänge“ – allesamt von Hannelore geschrieben und in der „Edition Freiberg“ erschienen. Alle drei sind kleine Schätze – mit überraschenden Wortschöpfungen, einem präzisen Ausdruck, Spiel mit der Sprache. Hannelore war das Schreiben ein Bedürfnis, sie hatte Freude am Schreiben, das merkt man. Ihre Gedichte sind eine gekonnte Mischung aus Tiefgang und Witz. Dort hat sie all ihre Gedanken zu Land, Leute, Leben „verdichtet“, auf den Punkt gebracht.
 
In Sachen Lyrik konnte niemand von uns ihr was vormachen. Das haben wir an gemeinsamen Projekten erfahren, wo Hannelore als Lyrik-Expertin exzellente Lektoratsarbeit leistete. Sie hat immer das Beste rausgeholt, ohne den Autor / die Autorin zu bevormunden. Das entsprach ihrem Wesen: jeden zu respektieren und jedem zu helfen – ohne viel Aufhebens davon zu machen.
Hannelore war keine Laute, trat freiwillig in Hintergrund und ließ andere gewähren (die lauter waren). Aber sie war eine Frau mit Köpfchen und mit Herz, war lebensklug und empathisch, natürlich und warmherzig. Wenn sie aus der Deckung kam, vertrat sie ihre Meinung vehement. Umso bewundernswerter, wenn man weiß, wie ihre Kindheit verlaufen war. Ihr Roman unter dem Pseudonym Ramona Droste, „Wenn Dir keiner hilft“, legt darüber Zeugnis ab. Sich am eigenen Schopf aus dem Sumpf zu ziehen, zeugt von großer innerer Stärke. Geholfen hat ihr dabei ganz gewiss ihre Liebe zur Sprache – Sprache als Rettung und Schreiben als Überlebenstraining.
 
Liebe Hannelore, du wirst uns fehlen – als Kollegin, als Freundin, als Zuhörerin und Ratgeberin, beim Sekttrinken, bei künftigen Projekten, auf der nächsten Buchmesse, bei unseren jährlichen Lektorenausflügen ...

 

 

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