Willkommen bei der Textwache!

Gemeinsam mit Ihnen ringen wir um gute Texte, verteidigen Deadlines, wahren die Regeln von

Rechtschreibung und Grammatik, wachen über Ausdruck und Stil und brechen eine Lanze für gute Bücher.

 

Nachruf


Wir sind unendlich traurig und noch immer geschockt. Unsere liebe Textwache-Kollegin und Freundin Hannelore Crostewitz ist tot. Über fünfzehn Jahre haben wir zusammengearbeitet, uns ausgetauscht, gelacht und unsere Liebe zu Büchern geteilt.

Hannelore war unsere Fachfrau für Lyrik, als Lektorin und als Autorin. Drei feine, mit Liebe gestaltete Bücher liegen vor uns: „das gewisse etwas. gedichte und sprüche zum leben“, „Was zu sagen ist. Kleine Philosophie über das Heute“ und „Die Politesse vom Ländchen. Bänkel und andere Gesänge“ – allesamt von Hannelore geschrieben und in der „Edition Freiberg“ erschienen. Alle drei sind kleine Schätze – mit überraschenden Wortschöpfungen, einem präzisen Ausdruck, Spiel mit der Sprache. Hannelore war das Schreiben ein Bedürfnis, sie hatte Freude am Schreiben, das merkt man. Ihre Gedichte sind eine gekonnte Mischung aus Tiefgang und Witz. Dort hat sie all ihre Gedanken zu Land, Leute, Leben „verdichtet“, auf den Punkt gebracht.

In Sachen Lyrik konnte niemand von uns ihr was vormachen. Das haben wir an gemeinsamen Projekten erfahren, wo Hannelore als Lyrik-Expertin exzellente Lektoratsarbeit leistete. Sie hat immer das Beste rausgeholt, ohne den Autor / die Autorin zu bevormunden. Das entsprach ihrem Wesen: jeden zu respektieren und jedem zu helfen – ohne viel Aufhebens davon zu machen.
Hannelore war keine Laute, trat freiwillig in Hintergrund und ließ andere gewähren (die lauter waren). Aber sie war eine Frau mit Köpfchen und mit Herz, war lebensklug und empathisch, natürlich und warmherzig. Wenn sie aus der Deckung kam, vertrat sie ihre Meinung vehement. Umso bewundernswerter, wenn man weiß, wie ihre Kindheit verlaufen war. Ihr Roman unter dem Pseudonym Ramona Droste, „Wenn Dir keiner hilft“, legt darüber Zeugnis ab. Sich am eigenen Schopf aus dem Sumpf zu ziehen, zeugt von großer innerer Stärke. Geholfen hat ihr dabei ganz gewiss ihre Liebe zur Sprache – Sprache als Rettung und Schreiben als Überlebenstraining.

Liebe Hannelore, du wirst uns fehlen – als Kollegin, als Freundin, als Zuhörerin und Ratgeberin, beim Sekttrinken, bei künftigen Projekten, auf der nächsten Buchmesse, bei unseren jährlichen Lektorenausflügen
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Unsere Publikationen ...

Die Textwache hat inzwischen drei eigene Publikationen herausgebracht.

 

Seit September 2016 diskutieren die Textwächterinnen in einer Gesprächsreihe über ihre Arbeit. Die Broschüre versammelt alle  bisher geführten Gespräche.

 

Guten Stil kann man lernen. Im Band 1 der Reihe Basiswissen Text finden Sie sämtliche Grundlagen und wichtige Regeln zum Thema „Guter Stil“ – kompakt und verständlich, inklusive praktischer Übungen mit Lösungsvorschlägen.

 

Band 2 widmet sich der Grammatik, nämlich Zusammen- und Getrenntschreibung von Verben.

Zweiter Artikel für die Federwelt ...

Die Textwache hat für die Zeitschrift Federwelt (Ausgabe 145/Dezember 2020) einen Artikel zum Thema "Grammatik-Crashkurs: Verbschreibung – getrennt oder zusammen?" beigetragen. Mit umfangreichem Praxisteil.

 

Die Textwache diskutiert ...

... rund ums Thema Buch in einer unregelmäßig stattfindenden Gesprächsreihe.

Artikel für die Federwelt ...

Die Textwache hat für die Zeitschrift Federwelt (Ausgabe 129/Mai 2018) einen Artikel zum Thema "Hat das Stil oder nicht?" beigetragen. Mit umfangreichem Praxisteil.

 

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